Endoprothetik bei Hüftgelenkarthrose
Endoprothetik und Gelenkrekonstruktion
Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung am UKS
In der Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie am UKS stellen wir höchste Qualitätsstandards in unseren Leistungen sicher. Unsere Spezialisierung und langjährige Anerkennung als Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung (EPZmax) heben unsere umfangreiche Expertise in diversen orthopädischen Spezialgebieten besonders hervor.
Im Fokus unserer Tätigkeit steht die Endoprothetik, speziell der Ersatz von Gelenken durch künstliche Implantate bei Arthrose, Verletzungen oder anderen spezifischen Erkrankungen. Dabei garantieren wir eine ganzheitliche medizinische und chirurgische Versorgung.
Um die Kriterien für eine Zertifizierung als Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung zu erfüllen, müssen die beteiligten Chirurgen über spezifische Fachkenntnisse verfügen und sich kontinuierlich fortbilden. Wir stehen Endoprothetikzentren ohne Maximalversorgungsauftrag als ständiger Ansprechpartner und für die Übernahme besonders schwerer Fälle zur Verfügung. Weiterhin unterziehen wir uns regelmäßigen externen Überprüfungen durch Audits, um unsere hohen Standards zu bestätigen und weiterzuentwickeln.
Hinweise zur Terminvereinbarung

Notfälle
Mit akuten Verletzungen können Sie sich jederzeit an die Gemeinsame Notaufnahme von Chirurgie und Innere Medizin im Gebäude 41 wenden.

Terminvereinbarung des ZOUKS
Terminvereinbarung I Orthopädie und Orthopädische Chirurgie
Terminvereinbarung I Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie

Wichtige Unterlagen für Ihren Termin
Bitte bringen Sie zu Ihrem Termin Ihre Versicherungskarte, eine Überweisung, relevante Vorbefunde sowie vorhandene Röntgen-, CT- oder MRT-Aufnahmen mit.
Bei Arbeits- oder Schulunfällen benötigen wir zudem die Berufsgenossenschaftlichen Unterlagen.
Endoprothetik bei Hüftgelenkarthrose
Hüftgelenkarthrose, auch als Coxarthrose bekannt, ist eine degenerative Gelenkerkrankung, die besonders das Hüftgelenk betrifft und zu den häufigsten Formen der Arthrose zählt. Die Erkrankung führt zu einem fortschreitenden Verschleiß des Hüftgelenks. Dabei kommt es zu einer Abnutzung des Knorpelüberzugs, der sowohl den Hüftkopf als auch die Hüftpfanne auskleidet. Die Abnutzung betrifft die Knorpelschicht in ihrer gesamten Ausdehnung und führt zu einer Beeinträchtigung der schützenden und stoßdämpfenden Funktion. Die Folge sind Schmerzen sowie eine eingeschränkte Beweglichkeit des Hüftgelenks.
Die Behandlung der Hüftgelenkarthrose zielt in erster Linie darauf ab, Schmerzen zu lindern und die Gelenkfunktion zu verbessern. Hierfür greifen wir in erster Linie auf konservative Maßnahmen wie Schmerzmittel, entzündungshemmende Medikamente, physikalische Therapie, Gewichtsreduktion und die Anpassung der täglichen Aktivitäten zurück. In fortgeschrittenen Fällen, wenn konservative Behandlungen nicht mehr ausreichen, um die Lebensqualität merklich zu verbessern, ziehen wir eine operative Behandlung in Betracht.
Sofern wir gemeinsam mit Ihnen zu dem Entschluss gekommen sind, dass eine Operation den sinnvollsten Weg darstellt, involvieren wir Sie in die gesamte Planung innerhalb eines engen Austauschs. Zusammen schauen wir, welches Prothesen-Design Sie bevorzugen, ob für Sie eine zementfreie oder zementierte Versorgung infrage kommt und welche Materialien Sie bevorzugen.
Unser Ziel ist es, Sie bestmöglich auf die Operation vorzubereiten und eine optimale Rehabilitation nach der Operation sicherzustellen. Daher versorgen wir Sie nach dem sogenannten „ERAS-Konzept“ (Enhanced Recovery after Surgey) oder zu Deutsch „Beschleunigte Erholung nach Operationen“. Das Ziel des multidisziplinären Ansatzes ist es, die Erholungszeit nach einem chirurgischen Eingriff durch verschiedene Maßnahmen wesentlich zu verkürzen und zu verbessern.
Dazu gehören für uns unabdingbar individuell zugeschnittene Übungsprogramme, vor und nach der Operation, minimalinvasive Operationsverfahren, auf Ihren Bedarf ausgerichtete Narkoseverfahren sowie vieles mehr. Hierfür arbeiten alle beteiligten Abteilungen kompetent Hand in Hand.
Bereits am OP-Tag nach dem Eingriff werden Sie zum ersten Mal mobilisiert. Das bedeutet, Sie werden unter physiotherapeutischer Anleitung die ersten Schritte mit ihrem neuen Gelenk an zwei Unterarmgehstützen unternehmen.
Die Dauer des stationären Aufenthalts richtet sich nach Ihrem individuellen Heilungsverlauf. Dabei legen wir großen Wert auf eine sorgfältige Wundheilung, aber auch eine schnelle Einbringung in den Alltag, sodass Sie etwa in der Lage sind, Treppen zu steigen.
Sie können mit einem Aufenthalt zwischen drei und fünf Tagen rechnen. Anschließend erfolgt die Weiterbehandlung in einer ambulanten oder stationären Rehabilitationseinrichtung. Gerne steht Ihnen dafür unser Sozialdienst beratend zur Seite. Wir versuchen Ihren diesbezüglichen Wünschen bestmöglich nachzukommen.
Im Laufe der Zeit können Materialien der Endoprothese verschleißen, sich lockern, zu Funktionsverlust führen und Schmerzen auslösen.
In Abhängigkeit von der Knochenqualität zum Zeitpunkt der Diagnosestellung der Prothesenlockerung, des Alters sowie der Knochendestruktion entfernen wir diese ganz oder teilweise und setzen verschiedene Implantate erneut ein. Wichtig ist, dass wir diese Entscheidung ganz individuell mit Ihnen gemeinsam treffen.
In der Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie bieten wir die gesamte Bandbreite an Revisionsoperationen bei Problemen nach Ersatz des Hüftgelenks an. Wir verfügen dafür sowohl über die nötige operative Expertise als auch über fortschrittliche Instrumente und hochwertige Implantate.
Endoprothetik bei Kniegelenkarthrose
Eine Kniegelenkarthrose führt zu einem fortschreitenden Verschleiß des Kniegelenks, wobei der Knorpelüberzug am Oberschenkelknochen (Femur), am Schienbeinkopf (Tibia) sowie an der Rückfläche der Kniescheibe (Patella) betroffen ist. Damit gehen starke Schmerzen und ein Verlust der Gelenkfunktion einher.
Sollten konservative Behandlungsmethoden wie Physiotherapie, physikalische Therapien oder Injektionen ins Gelenk nicht ausreichend wirksam sein sowie gelenkerhaltende Operationsverfahren nicht mehr in Frage kommen, ziehen wir im nächsten Schritt die Implantation eines künstlichen Kniegelenks in Betracht.
Im Falle einer notwendigen Operation planen wir gemeinsam mit Ihnen die bestmögliche Versorgungsmethode, inklusive der Entscheidung zwischen einem teilweisen oder vollständigen Gelenkersatz und der Berücksichtigung eventueller Allergien.
Unsere Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie am UKS ist mit einem modernen Operationsroboter ausgestattet, der speziell in der Kniegelenks-Endoprothetik zum Einsatz kommt (ROSA, Zimmer Biomet). Bei dieser Operationsmethode wird der Roboter für bestimmte Teilschritte als Unterstützung herangezogen. Das Hauptziel besteht darin, die notwendigen Schnitte für die Implantation mit höchster Präzision auszuführen und sie an Ihre individuellen anatomischen Gegebenheiten, wie die Bandspannung, anzupassen. Es ist wichtig zu betonen, dass der Roboter lediglich eine messende und assistierende Rolle spielt. Die Durchführung der eigentlichen Operation liegt immer in den Händen des für Sie verantwortlichen Chirurgen oder der Chirurgin.
Unser primäres Anliegen in der Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie am UKS ist es, Sie optimal auf den chirurgischen Eingriff vorzubereiten und eine bestmögliche Rehabilitation nach der Operation zu gewährleisten.
Aus diesem Grund folgen wir dem „ERAS-Konzept“ (Enhanced Recovery after Surgery), auf Deutsch „Beschleunigte Erholung nach Operationen“. Dieser multidisziplinäre Ansatz zielt darauf ab, die Genesungszeit nach einem operativen Eingriff durch eine Reihe gezielter Maßnahmen erheblich zu reduzieren und den Erholungsprozess zu verbessern.
Zu den zentralen Elementen des Ansatzes zählen individuell angepasste Übungsprogramme vor und nach der Operation, der Einsatz minimalinvasiver chirurgischer Techniken, die Auswahl von Anästhesieverfahren, die speziell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten sind, sowie weitere wichtige Aspekte. Für die erfolgreiche Umsetzung dieses Konzepts arbeiten sämtliche beteiligten Fachbereiche eng und fachkundig zusammen.
Direkt am Tag der Operation werden Sie erstmals mobilisiert, wobei Sie unter physiotherapeutischer Anleitung erste Schritte an Unterarmgehstützen machen, um sich an Ihr neues Kniegelenk zu gewöhnen.
Die Dauer Ihres Krankenhausaufenthalts hängt von Ihrem persönlichen Heilungsfortschritt ab. Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf eine ordnungsgemäße Wundheilung und Ihre Fähigkeit, Treppen steigen zu können. In der Regel beträgt die Aufenthaltsdauer zwischen drei und fünf Tagen, woraufhin eine ambulante oder stationäre Rehabilitationsmaßnahme folgt. Unser Sozialdienst unterstützt Sie gerne bei der Organisation und berücksichtigt dabei Ihre Wünsche und Bedürfnisse so weit wie möglich.
Mit der Zeit können Verschleiß, Lockerung oder andere Komplikationen an einer Endoprothese auftreten, was zu Funktionsverlust und Schmerzen führen kann. Dann kann es sein, dass eine Wechsel-Operation (Revision) notwendig wird.
Die Entscheidung über die Entfernung und den Ersatz der Prothese erfolgt basierend auf der aktuellen Knochenqualität, dem Alter der Patientin oder des Patienten und dem Ausmaß der Knochenschädigung, und wird stets individuell in Absprache mit Ihnen getroffen.
Unsere Klinik bietet ein umfassendes Spektrum an Revisions-Operationen für Probleme mit dem Kniegelenkersatz an. Dabei setzen wir auf unsere umfassende operative Erfahrung sowie auf fortschrittliche Techniken und hochwertige Wechselimplantate. Das operierte Bein kann in der Regel direkt voll belastet und frei bewegt werden. Eventuell ist es, bei eingeschränkter Gelenkbeweglichkeit, in den ersten zwölf Wochen nach der Operation nötig, das Kniegelenk mit zwei Unterarmgehstützen zu entlasten.
Endoprothetik bei Schulterarthrose
Die Arthrose des Schultergelenks tritt vermehrt ab dem 60. Lebensjahr auf. Durch den Verschleiß des Knorpels an Oberarmkopf und der Gelenkpfanne kommt es zu Belastungs- und Bewegungsschmerzen sowie einer zunehmenden Bewegungseinschränkung. Die konservative Therapie kann lediglich die Symptome lindern. Sie steht daher nur im Anfangsstadium im Vordergrund, wenn die Beschwerden gering ausgeprägt sind. Sofern eine Schulterarthrose bereits vorangeschritten ist, verhindert eine frühzeitige Schulterendoprothetik eine Verkürzung der umliegenden Muskulatur und Weichteile. Darüber hinaus ermöglicht ein noch stabiler Knochen an der Pfanne den Ersatz einer künstlichen Gelenkpfanne.
In der Klinik für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie am UKS bieten wir Ihnen das gesamte Spektrum der Schulterendoprothetik an und verfügen über die Expertise sowie Ausstattung für einen Prothesenwechsel bei Lockerung (Revisions-Endoprothetik). Dabei ist es für uns selbstverständlich, die gesamte Behandlung individuell auf unsere Patientinnen und Patienten abzustimmen.
Bei der Schulterendoprothetik arbeiten wir u.a. mit knochensparenden Kurzschaft-Implantaten sowie Kappenprothesen. Dabei greifen wir sowohl auf zementfreie und zementierte Standardschäfte als auch auf zementierte und nicht zementierte Implantate zum Ersatz der Gelenkpfanne zurück.
Unser Leistungsspektrum für Erst- und Wechsel-Operationen bei Arthrose des Schultergelenks im Überblick:
- Kappenprothesen: Diese Prothese wird auf den beschädigten Gelenkkopf aufgesetzt, ohne den Knochen umfassend zu entfernen.
- Kurzschaftprothesen (knochensparende Operationstechnik, kürzere Prothese als üblich)
- Schaftprothesen, zementiert und nicht zementiert
- Ersatz der Gelenkpfanne, zementiert und nicht zementiert
- Inverse Schulterprothese: Spezielle Form der Schulterprothese, die eingesetzt wird, wenn aufgrund ausgeprägter Schädigungen der Rotatorenmanschette oder bei komplexen Brüchen der übliche Gelenkersatz nicht möglich ist. Sie kehrt die natürliche Anordnung von Kugel und Pfanne um, wodurch andere Muskeln für die Bewegung des Arms genutzt werden können.
Gelenkrekonstruktion
Die Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie verfügt über ausgewiesene Expertise im Bereich der Gelenkersatzverfahren (Endoprothetik) nach akuten Verletzungen (z. B. Schenkelhalsfrakturen, Trümmerfrakturen mit Gelenkbeteiligung etc.) und bei posttraumatischen Arthrosen bzw. degenerativer Erkrankungen sämtlicher Gelenke. Dies umfasst neben den epidemiologisch häufigen hüft-, knie- und schulternahen Gelenkbrüchen auch seltenere endoprothetische Versorgungen wie z. B. am Ellenbogen, dem oberen Sprunggelenk oder dem Handgelenk. Insbesondere auch im alterstraumatologischen Bereich verfügt die Klinik über eine hohe Expertise in der Behandlung und Betreuung von Patienten mit Indikation zum Gelenkersatz. In diesem Zusammenhang ist die Endoprothetik über minimalinvasive Zugänge ein besonderer Schwerpunkt der Klinik.
• Minimalinvasive Hüft-Endoprothetik über den anterioren Zugang
• Fast-Track-Chirurgie: therapeutisches Konzept zur beschleunigten Rehabilitation
• Interdisziplinäre Versorgung multimorbider Patienten
• Alterstraumatologie
• Periprothetische Frakturen
• Revisions-Endoprothetik







