Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS) begrüßte am 18. September Kolleginnen und Kollegen der Haute École de Namur-Liège-Luxembourg (Hénallux) sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie Nancy zu einem fachlichen Austausch in Homburg. CAPACITI (capaciti.eu) stärkt die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den Wissenstransfer im Bereich der Kinderrechte und der psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Im Mittelpunkt des Besuchs steht insbesondere das Childhood-Haus Saarland. Die europäischen Partner möchten das dort etablierte interdisziplinäre und kindzentrierte Konzept kennenlernen, bei dem Medizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Jugendhilfe, Justiz und Polizei eng zusammenarbeiten, um Kinder und Jugendliche nach Gewalt- und Misshandlungserfahrungen möglichst koordiniert und belastungsarm zu versorgen.
„Kinderschutz endet nicht an Landesgrenzen. Wir freuen uns sehr über das Interesse unserer europäischen Kolleginnen und Kollegen am Childhood-Haus Saarland. Der Austausch im Rahmen von CAPACITI bietet uns die Chance, voneinander zu lernen und erfolgreiche Konzepte gemeinsam weiterzuentwickeln“, betont Prof. Dr. Eva Möhler, Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie.
Neben dem Childhood-Haus stehen aktuelle Herausforderungen der kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung und Möglichkeiten einer engeren grenzüberschreitenden Zusammenarbeit im Fokus. Der Besuch zeigt, wie europäische Kooperation dazu beitragen kann, Kompetenzen zu bündeln und den Schutz sowie die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu stärken.
