Eine Geschichte von Pionieren und Profis

Professor Volk im Notfallraum

Unter diesem Motto feiert der Lehrstuhl für Anästhesiologie mit einem Jubiläumssymposium am 25. und 26. September seinen 60. Geburtstag

Am 16. August 1966 war Dr. Karl Hutschenreuter, Direktor des zwei Jahre zuvor in Homburg errichteten Instituts für Anästhesie, zum Ordinarius für Anästhesiologie ernannt worden. Im folgenden Jahrzehnt stieg die Zahl der Anästhesien von rund 5000 auf gut 15.000 jährlich. Ebenso stieg die Zahl der Mitarbeitenden stetig an. Unter anderem wirkte seit 1969 Dr. Paul Fritsche am Institut, habilitierte sich 1972 mit einer vielbeachteten Studie und stand von 1983 bis 1990 als Dekan an der Spitze der Medizinischen Fakultät.

Zum 1. September 2009 übernahm Prof. Dr. Thomas Volk (Bild), der nach der Promotion in Essen und der Habilitation an der Charité dem Ruf der Universität des Saarlandes gefolgt war, die Klinikdirektion. Unter seiner Leitung werden in der Anästhesiologie jährlich etwa 25.000 Leistungen erbracht, in der Klinik sind über einhundert Anästhesist*innen tätig. Sie sind maßgeblich an der Entwicklung nationaler und internationaler Leitlinien beteiligt. 

Derzeit existieren die Forschungsgruppen Akut- und Notfallmedizin, Gerinnungsmanagement, das Netzwerk zur Sicherheit in der Regionalanästhesie und Akutschmerztherapie, zur chronischen Schmerztherapie sowie die Experimentelle Anästhesiologie / Center of Breath Research. Ferner widmet sich die Critical Care Science Group (CCSG) schwerpunktmäßig den Themen inhalative Sedierung, Nierenersatztherapie und Ultraschall in der Intensivmedizin. 

In der Lehre bietet der Lehrstuhl seit 2022 die inzwischen bereits ausgezeichnete „Masterclass: Intensive Care Medicine“ an, die im Rahmen des europäischen Erasmus-Programms Transform4Europe Studierende und junge Ärzt*innen aus aller Welt für die moderne Intensivmedizin begeistern und gleichzeitig internationale akademische Netzwerke aufbauen will.