Verhaltenskodex am UKS
10 Regeln im respektvollen Umgang miteinander
In vielen Situationen kommt das Personal im Gesundheitswesen Patientinnen und Patienten sowie deren Begleitpersonen im Rahmen unseres Auftrags näher und berührt die Intimsphäre dieser Menschen. Wir tragen gemeinsam Verantwortung, diese Intimsphäre zu schützen.
1
Wir begegnen allen Menschen am UKS respektvoll und höflich und sind uns dabei unserer Verantwortung füreinander bewusst.
2
Wir tolerieren kein abwertendes, sexistisches oder diskriminierendes Verhalten. Grenzverletzendes oder übergriffiges Fehlverhalten thematisieren wir und handeln entsprechend unseres Schutzkonzeptes.
3
Wir wahren eine professionelle körperliche und emotionale Distanz zu Patientinnen und Patienten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Begleitpersonen und externen Personen.
4
Wir passen unsere Sprache, unser Auftreten und unseren Arbeitsrhythmus dem kognitiven, körperlichen und psychischen Zustand unserer Patientinnen und Patienten an. Besondere Aufmerksamkeit gilt hierbei Menschen mit Behinderungen, mit Demenz oder sonstigen kognitiven Einschränkungen und Hochbetagten. Ihnen begegnen wir besonders empathisch und verständnisvoll. Wir schützen und begleiten sie und passen unsere Prozesse möglichst an ihre Bedürfnisse an.
5
Wir sind uns der besonderen Situation unserer Patientinnen und Patienten im Krankenhaus (Ausnahmezustand, Abhängigkeitsverhältnis, Ängstlichkeit) bewusst und fördern, sofern es die Situation erlaubt, die Anwesenheit und Begleitung durch Angehörige oder gewünschter Begleitpersonen als sicherheitsgebenden Aspekt.
6
Wir legen Wert auf eine umfassende und verständliche Aufklärung der Patientinnen und Patienten (bzw. deren gesetzlichen Vertretung), binden diese in die Entscheidungsprozesse mit ein und folgen ihrem Willen bei der Festlegung des Behandlungsziels.
7
Wir erklären unseren Patientinnen und Patienten im Vorfeld, welche pflegerischen, diagnostischen oder therapeutischen Maßnahmen durchgeführt werden, insbesondere bei potentiell als grenzverletzend empfundenen Maßnahmen.
8
Wir achten auf das Schamgefühl und die Intimsphäre unserer Patientinnen und Patienten.
9
Wir entkleiden unsere Patientinnen und Patienten so wenig wie möglich und nur so weit, wie es aufgrund pflegerischer, diagnostischer oder therapeutischer Maßnahmen erforderlich ist. Finden diese im Intimbereich statt, achten wir darauf, dass nach Möglichkeit eine weitere Person im Raum anwesend ist.
10
Wenn wir Verletzungen des Kodex bemerken, beziehen wir professionell und aktiv Stellung und nutzen einen der vorhandenen Meldewege.
