Schwerpunkte unserer Klinik

Erkrankungen der Psyche treten in der Bevölkerung häufig auf – fast jeder zweite Mensch durchläuft im Laufe seines Lebens mindestens eine psychische Erkrankung.  Solche Erkrankungen bedeuten für die Patientinnen und Patienten und deren direkten Umfeld jahrelange Probleme in der Bewältigung des Alltag. Meist kann man diese gut ambulant mit einer Psychotherapie und mit Medikamentengabe behandeln. Manchmal ist auch ein stationärer Aufenthalt in einer Klinik notwendig.

Die Hauptbehandlungsschwerpunkte unserer Klinik sind

  • Früherkennung und -behandlung von Psychosen
  • Behandlung von Suchterkrankungen bei komorbiden psychiatrischen Störungen
  • Behandlung von depressiven Erkrankungen und Angststörungen
  • Früherkennung und -behandlung von Demenzerkrankungen

Früherkennung und Frühbehandlung von Demenzerkrankungen

In der Altersgruppe 65+ sind fast ein Viertel der Menschen von einer psychischen Störung betroffen. Dies können u. a. Depressionen, Anpassungsstörungen oder Demenz sein – welche in dieser Altersgruppe meist von körperlichen Begleiterkrankungen geprägt sind. Demenz ist gekennzeichnet durch eine Reihe von Symptomen verschiedener Erkrankungen, die in Ihrer Gesamtheit einen Abbau der kognitiven (geistigen) Fähigkeiten mit sich bringt. Demenz entsteht durch unterschiedliche degenerative und nicht-degenerative Erkrankungen des Gehirns. Betroffen sind dabei Kurzzeitgedächtnis, Denkvermögen, Motorik und Sprache. Unter Umständen kann es auch zu Veränderungen der Persönlichkeit kommen. Im täglichen Alltag wirken sich diese Beeinträchtigungen oft auch auf das soziale und kommunikative Verhalten und das der Patientinnen und Patienten aus.

Behandlungsschwerpunkte

Früherkennung und Frühbehandlung von Psychosen

Psychotische Symptome können sich durch Halluzinationen, Wahnvorstellungen, Fehlwahrnehmung der Realität oder auch der eigenen Umwelt (Ich-Störungen) ausdrücken. Psychosen können mit einer Persönlichkeitsveränderung, sozialer Abgrenzung oder Isolation und emotionaler Instabilität und Aggression einhergehen.

Psychosen können in Zusammenhang mit vielen Erkrankungen einher gehen, und die Behandlung erfolgt in Abhängigkeit dieser auslösenden Erkrankungen und den auftretenden Symptomen.

Behandlungsschwerpunkte

Behandlung von Suchterkrankungen bei komorbiden psychiatrischen Störungen

Suchterkrankungen sind durch ihre körperlichen, seelischen und sozialen Folgen eine große Herausforderung für betroffene Patientinnen und Patienten. Abhängigkeiten können sich durch Alkohol, Medikamente, Drogen oder auch bestimmte Verhaltensweisen (z.B. Glücksspiel, Sexualität oder Medienkonsum…) ergeben. Die Therapieangebote unserer Klinik zielen darauf ab, mithilfe von ambulanter oder stationärer Behandlung neue Wege aufzuzeigen, den Alltag ohne das Suchtmittel leben zu können.

Behandlungsschwerpunkte

Behandlung von depressiven Erkrankungen und Angststörungen

Angst ist ein starkes und überwältigendes Gefühl. Angst ist auch ein natürlicher Schutzmechanismus. Kommt es allerdings zu übersteigerten, unkontrollierten Angstreaktionen, denen keine wirklichen äußeren Bedrohungen zugrunde liegen, so spricht man von Angststörungen. Panikstörung, soziale Phobien und die Spezifischen Phobien zählen zu den häufigsten psychischen dieser Art. Angsterkrankungen können durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Risikofaktoren ausgelöst werden.

Behandlungsschwerpunkte

Psychoonkologie

Die Diagnose einer Krebserkrankung wird von Betroffenen und deren Angehörigen oftmals als Schock erlebt. Viele Patient*innen müssen Unsicherheiten bezüglich des weiteren Verlaufs der Erkrankung aushalten. Manchmal zwingt die Erkrankung dazu, Pläne, sogar ganze Lebensplanungen zu ändern. Hinzu kommt die Belastung durch Symptome der Erkrankung selbst ebenso wie durch Nebenwirkungen der Behandlung. Auch kann es im Verlauf einer Krebserkrankung immer wieder zu Phasen kommen, in denen die Summe der Belastungen so groß wird, dass zur Krankheitsbewältigung die eigenen Kräfte und auch die Unterstützung durch Angehörige und Freunde nicht mehr ausreichen.

Die Psychoonkologie geht davon aus, dass psychosoziale Unterstützung und supportive Psychotherapie die Erkrankung und ihren Verlauf positiv beeinflussen, indem sie eine verbesserte Lebensqualität ermöglichen können. Im Sinne einer ganzheitlichen Behandlung bieten wir Ihnen Hilfe bei der Verarbeitung Ihrer Erkrankung an. Ziel ist es, Sie und Ihre Angehörigen darin zu unterstützen, Ihre vorhandenen individuellen Stärken und Fähigkeiten so zu nutzen oder zu erweitern, dass Ihnen die Einflussnahme auf Ihr Leben erhalten bleibt oder wieder ermöglicht wird.

Das kann beispielsweise beinhalten

  • Individuelle Begleitung und Beratung in allen Krankheitsphasen
  • Entlastung in Krisensituationen
  • Begleitung bei schwierigen Situationen (OP, Untersuchungen,…)
  • Hilfe beim Umgang mit Ängsten
  • Hilfe beim Verständnis medizinischer Informationen
  • Beratung bei krankheitsbedingten Problemen in der Partnerschaft und in der Familie (insbesondere Kinder)
  • Paargespräche
  • Hilfe bei der Vermittlung von weiteren Hilfsangeboten im Haus oder in der Region


So erreichen Sie uns

Stationär
Für alle Stationen und Kliniken steht Ihnen der psychoonkologische Konsildienst der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie zur Verfügung. Bitte wenden Sie sich an Ihre behandelnden Ärzte oder das Pflegepersonal.

Ambulant
Für ambulante Beratung und Begleitung melden Sie sich bitte direkt in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie:

Gesetzlich Versicherte
+49 6841 16 - 24210
Privat Versicherte
+49 6841 16 - 24202
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Behandlungsschwerpunkte

Post-Covid-Behandlung

Im Rahmen der psychiatrischen Versorgung von Patienten, die in Folge einer Covid-19 Infektion an neuartigen oder sich verschlimmernden Beschwerden leiden, bietet die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie diagnostische und kurative Maßnahmen im ambulanten und stationären Setting an. Schwerpunktmäßig erfolgen detaillierte neuropsychologische Untersuchungen kognitiver Basisfunktionen wie Aufmerksamkeit und Gedächtnis, sowie die Ausschlussdiagnostik entsprechender Hirnpathologien. Weiter stehen psychiatrische Beschwerden, wie zum Beispiel depressive Symptome und die damit verbundene Beeinträchtigung des (alltäglichen) Funktionsniveaus im Vordergrund der Diagnostik und Behandlung.

Die Behandlung von Post-Covid-Patienten erfolgt in einem multidisziplinären Team, das aus Ärzten, Psychologen und Therapeuten besteht. Damit wird erreicht, dass jeder Patient individuell betreut und ein entsprechender Behandlungsplan entwickelt wird, um die bestmögliche Unterstützung zu bieten.

Behandlungsschwerpunkte

Multimodale Schmerztherapie

Viele Menschen leiden aufgrund einer Erkrankung, Verletzung oder auch Verschleiß unter starken Schmerzen. In manchen Fällen ist eine Operation zur Linderung der Schmerzen nicht zielführend. Und bei einigen Patienten bleibt der Schmerz auch bestehen, obwohl die eigentliche Schädigung schon nicht mehr besteht – der Schmerz ist eine eigenständige Erkrankung geworden. Wenn dieser Schmerz länger als drei bis sechs Monate besteht oder immer wieder auftritt, spricht man von chronischen Schmerzen. Diese können die Lebensqualität beeinträchtigen und in der Folge auch zu Ängsten und Sorgen führen:

In der multimodalen Schmerztherapie wird auf alle diese Aspekte eingegangen: über physikalische Therapien wird ihre Beweglichkeit verbessert und ihre Muskulatur gestärkt. In psychotherapeutischen Gesprächen wird auf die seelischen und mentalen Belastungen eingegangen, die dauerhafte Schmerzen mit sich bringen und es werden Ihnen verschiedene Bewältigungsstrategien an die Hand gegeben. Auch die medikamentöse Schmerztherapie wird bedarfsgerecht angepasst.

Während Ihres stationären Aufenthaltes bei uns ist unser Ziel, Ihre Schmerzen zu lindern und Ihnen die Kontrolle über Ihre Schmerzen zurückzugeben, die viele Patienten in Ihrer Situation verloren haben.