Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes
Klinik für Frauenheilkunde, Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin
Leitung: Prof. Dr. E.-F. Solomayer
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Infobroschüre zur
Endometriose-Sprechstunde

Herzlich willkommen in der
Endometriose-Sprechstunde

Die Endometriose zählt zu den häufigsten gutartigen Erkrankungen der Frau im gebärfähigen Alter. Die Symptome der Erkrankung sind meistens sehr unspezifisch, so dass oftmals viele Jahre vergehen, bis die Diagnose „Endometriose“ gestellt wird. In der Folge stellt sich für Betroffene und Ärzte oftmals die Frage, wann welche Therapie notwendig und sinnvoll ist. Hierzu ist eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit und Teamgeist zwischen den niedergelassenen Frauenärzten und den Experten aus den jeweiligen Fachdisziplinen, die sich schwerpunktmäßig mit der Endometriose befassen, notwendig. Unsere Klinik ist ein ausgewiesenes Zentrum für Endometriose, dies bedeutet für Sie: Schnelle Entscheidungsfindung, ganzheitliche Behandlung, optimale Therapiestrategien nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und dies alles unter einem Dach. Im Folgenden möchten wir Ihnen einerseits die möglichen diagnostischen und therapeutischen Optionen beim Vorliegen einer Endometriose vorstellen, andererseits lernen Sie das gesamte Spektrum unserer Klinik im Bereich der Endometriose-Behandlung kennen und finden ggf. bereits erste Antworten auf offene Fragen. Für weitere Rückfragen steht Ihnen unser Endometriose-Team stets zur Verfügung.

Dr. med. Chrysostomos Papaioannou
OA und Leiter/in der Endometriose-Sprechstunde

Leistungsspektrum der Endometriose-Sprechstunde

Allgemeines zum Krankheitsbild

Endometriose ist eine der häufigsten „ gutartigen“ Erkrankungen von Frauen im geschlechtsreifen Alter. Sie kann in Einzelfällen jedoch auch noch nach der Geschlechtsreife noch auftreten. Bei Endometriose handelt es sich um Gewebe, welches der Gebärmutterschleimhaut sehr ähnlich ist. Dieses Gewebe kann sich außerhalb der Gebärmutterhöhle überall im Körper verteilen. Somit können die Symptome bei        Betroffenen sehr unterschiedlich sein. Dies macht die Diagnose der Endometriose zum Teil sehr schwierig, so daß die betroffenen Frauen oftmals bereits eine schon mehrere Jahre andauernde Krankengeschichte hinter sich haben.

 

Unerfüllter Kinderwunsch

Viele Patientinnen mit unerfülltem Kinderwunsch leiden an Endometriose. Daher bietet sich genau bei dieser Konstellation eine enge Verknüpfung zwischen Frauenarzt, Reproduktionsmediziner und ggf. Operateur an. In unserem Zentrum arbeiten alle genannten Disziplinen unter einem Dach, so dass auf kurzem Wege und ohne Informationsverlust eine individuell abgestimmt Therapie ermöglicht werden kann.

Operative Therapie

Eine Endometriose kann meistens nur im Rahmen einer kleinen Operation histologisch gesichert werden. Dennoch muß nicht jede Endometriose operativ behandelt werden. Inwiefern eine Operation notwendig ist, entscheiden wir in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen. Und wenn eine OP geplant ist, so wird diese fast immer „minimal-invasiv“ durchgeführt. Wir operieren unsere Endometriosepatientin-nen fast ausschließlich per „Schlüsselloch-Chirurgie“. Es bedarf keines großen Bauch-schnittes mehr, um selbst ausgedehnt Endometriosebefunde möglichst schonend und patientenfreundlich zu operieren. Dies ermöglicht einerseits eine rasche Wundheilung, erspart aber auch oftmals störende große Narben im Bauchbereich. Unsere Klinik ist eine der führenden Kliniken im Bereich der minimal-invasiven-Chirurgie, der Leiter besitzt die höchste Qualifikation (MIC III-Stufe)

Konservative Therapie

Eine der Therapiesäulen beim Vorliegen einer Endometriose ist die Hormontherapie (endokrine Therapie). Ob und welche Therapie dabei für Sie in Frage kommt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Berücksichtigt werden müssen Ihre Familienplanung mit ggf. Kinderwunsch, die Aus-dehnung der Endometriose sowie ggf. weitere individuelle Faktoren. Auf jeden Fall besprechen in einem persönlichen Gespräch mit Ihnen Vor- und Nachteile der evtl. endokrinen Therapie. Viele Endometriose-Patientinnen leiden an chronischen Schmerzen. Diese können manchmal trotz Operation und endokriner Therapie bestehen bleiben oder wiederkehren. Inwiefern eine Schmerztherapie notwendig ist, muß in einem persönlichen Gespräch erfasst werden. An unserem Zentrum arbeiten wir mit ausgewiesenen Schmerztherapeuten zusammen, die eine individuell auf Sie abgestimmt Schmerzmedikation planen. Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht für uns das Wohlergehen unserer Patientinnen. Hierzu führen wir in unserer Endometriose-Sprechstunde auch Beratungen zu supportiven Behandlungen (z.B. bei Wechseljahrsbeschwerden durch Hormonausfall, Gefühls-störungen durch Nerven-Irritationen, psychischer Erschöpfung bei chronischen Schmerzen, usw.) durch.

Forschung

Die genaue Ursache der Endometriose ist trotz intensiver Forschung bis heute unzureichend geklärt. Als universitäres Endometriose-Zentrum sind wir nicht nur der klinischen Versorgung von Patientinnen verpflichtet, sondern haben uns zum Ziel gesetzt, Lücken in der Kenntnis rund um das Thema Endometriose wissenschaftlich mit zu untersuchen. Sie als Betroffenen können dieses Vorhaben aktiv unterstützen, indem Sie ggf. einer Verwendung von Gewebe bzw. Daten zustimmen. Dies würden wir in einem gesonderten Gespräch mit Ihnen besprechen. Sie würden somit evtl. anderen Betroffenen einen kleinen Beitrag zu möglichen künftigen neuen Therapieoptionen leisten.

Endometriose-Sprechstunde

Leitung
Dr. med.
Chrysostomos Papaioannou
Telefon
0 68 41 - 16 - 2 81 02
E-Mail
chrysostomos.papaioannou @uks.eu


Terminvereinbarung
Montag bis Freitag
nach telefonischer
Telefon 0 68 41 - 16 - 2 81 02

Info-Broschüre
Endometriose-Sprechstunde

Der Weg zur Klinik

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